Heizen mit Sonne und Beton

Heizen mit Sonne und Beton wir immer beliebter.
Blitzblaue Häuser werden seit nunmehr 6 Jahren ausnahmslos mit einer aktiven Betonplatte ausgestattet.

Thermisch aktivierte Bauteile wie Bodenplatte oder Wände speichern Energie und geben diese langsam an die Umgebung ab. Das Wärmeverteilsystem, die sanitären Zu- und Abflussleitungen sowie die Elektro - und Lüftungsleitungen werden vor dem Betonieren in die gedämmte Bodenplatte, bzw. Wand eingebracht. Die so entstandene massive Platte heizt im Winter und kühlt im Sommer.

Man muss sie nur richtig „aktivieren“. Dazu legt man Rohrleitungen in die Wände und schickt warmes Wasser in die Rohre. Die über große Flächen abgegebene Strahlungswärme wird nicht nur als überaus behaglich empfunden, mit der Heizmethode kann man auch deutlich Energie sparen.

Um eine fast nahtlose Energieweitergabe zu erreichen, werden die Rohre in der Schalung eingegossen. Je weniger Masse der Baustoff hat, der die Rohre umschließt, umso besser kann er die Energie weitergeben. Beton ist durch seine Eigenschaften anderen Materialien überlegen. Holz hat eine sogenannte flinke Oberfläche, es nimmt Wärme rasch auf und gibt sie auch rasch wieder ab. Auch Ziegel hätte einen Nachteil, er stellt sich nur langsam auf die Temperierung ein. Lehm könne man ebenso verwenden, um Rohre in der Wand einzuschließen. Lehm kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Daher entsteht weniger Kondensat an der Oberfläche.

Die Bauteiltemperierung eignet sich generell für die Kombination mit allen Heizsystemen. Am effektivsten jedoch ist die Verbindung mit Niedrigtemperatursystemen. Mit einer Wärmepumpe, die 40 Grad Wärme erzeugt, erreicht man denselben Behaglichkeitseffekt wie mit einem Radiator, der auf 60 Grad erwärmt ist. Ein weiterer Vorteil ist die Größe der aktivierten Fläche. Dadurch sind die Temperaturunterschiede zur Raumluft gering, was wiederum höheren Komfort bedeutet.


Passive Aktivierung
Die Aktivierung übernimmt die Sonne, die auf die Wände scheint. Die Sonne erwärmt die Wand direkt beziehungsweise indirekt über die warme Luft. Im Winter speichern die Wände die Wärme und geben sie in der Nacht wieder an den Raum ab. Im Sommer kühlt die Nacht die Wand ab. Und die kühle Wand während des Tages wiederum den Raum.

 

Die Vorteile der Bauteilaktivierung

... Frostkoffer und Rollierung können zu Gunsten der Wärmedämmung aus Glasschaumgranulat entfallen.
... Die Betonbauteile  kühlen und heizen – Große Speicherkapazitäten, stehen ohne besonderen Mehraufwand kostenlos zur Verfügung.
... Sämtliche Installationsarbeiten (Elektro, Heizleitungen, Lüftung, Sanitär) werden in der Bodenplatte ausgeführt.
... Die Gefahr späterer Beschädigungen ist ausgeschlossen.
... Weiters erfolgt die Installation zu einem Zeitpunkt wo es ruhig ist auf der Baustelle und das aus noch nicht steht.
... Durch das Einsparen mehrerer Arbeitsschritte (55%), welche sonst von verschiedenen Professionisten zu verschiedenen Zeitpunkten
    hätte erbracht werden müssen,  ergibt sich eine Zeitersparnis von bis zu 6 Wochen.
... Weitgehend kostenneutral.
... Geringste Betriebskosten.

Der auch in der Übergangszeit sehr warme Innenhof im Süden ...
Der äußerst luftige Sommerhof im Osten des Wohgebäudes ...

Wo kann dieses System angewendet werden?

Grundsätzlich kann dieses innovative System bei allen Gebäuden zum Einsatz kommen. Die Voraussetzungen für eine perfekte Funktion sind vor allem:

... Hausplanung welche die solaren und
    topografischen Gegebenheiten in das
    Gesamtkonzept mit einbezieht.
... Energieausweis.
... Exakte Heizwärmebedarfsberechnung.
... Hochwertige thermische Gebäudehülle.
... Verschattungs- und Lüftungskonzept.