Lage ...
Das
zu bebauende Grundstück mit einer Fläche von 19 ha liegt in der Nähe zum
Neusiedlersee 40 km südöstlich von Wien entfernt.
Grundstück ...
Die 160 Bauparzellen sind rund um einen 12 ha großen See angeordnet.
Sämtliche Bauparzellen können individuell geplant und errichtet werden.
Verkehrsanbindung ...
Die
Verkehrsanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln befindet sich
in unmittelbarer Umgebung. Der Autobahnanschluss ist in 2 km Entfernung. Dadurch
sind die zukünftigen Bewohner und Besucher sehr gut an das Umfeld angebunden.
Dies
betrifft einerseits den Heizwärmebedarf und die Versorgung des Gebäudes mit
regenerativen bzw. alternativen Energien und andererseits den verstärkten
Einsatz nachwachsender und umweltschonender Ressourcen bei Baumaterialien.
Denn
nachhaltige Gebäude sind umweltfreundlich, ressourcensparend, für ihre Nutzer
behaglich und gesund. In gleicher Weise stehen sie für wirtschaftliche
Effizienz und langfristigen Werterhalt. Weiters werden nur schadstofffreie,
natürliche Materialien eingesetzt, um ein gesundes Raumklima sowie eine hohe Behaglichkeit
zu gewährleisten.
Gesamtprimärenergiebedarf und Anteil erneuerbarer Primärenergie ...
Der Gesamtbedarf an Primärenergie im Lebenszyklus
der Gebäude soll einerseits möglichst gering sein, andererseits soll der Anteil
der erneuerbaren Energie möglichst hoch sein. Zur Primärenergie zählen nicht
erneuerbare Energien wie Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas und Uran sowie
erneuerbare Energien wie Biomasse, Sonnenstrahlung, Erdwärme, Wasser- und
Windkraft.
Strom- und Wärmeversorgung ...
Für die Gewinnung von Strom und Wärme kommt insbesondere ein mit Biogas
betriebenes Blockheizkraftwerk in Frage. Das Biogas wird in einer Biogasanlage
erzeugt. Hierfür können Gülle, Gras- oder Maissilage, Grünschnitt und andere regional
verfügbare Rohstoffe aus der Landwirtschaft eingesetzt werden. Das Kraftwerk
befindet sich auf dem Grundstück und liefert die Energie mittels einen
Fernwärmenetz zu den einzelnen Gebäuden. Für den zusätzlichen Wärmebedarf im
Winter bietet sich die zentrale Verbrennung von Holzhackschnitzeln oder Stroh
in einem Heizwerk an. Weiters kann der Strom sowie die Wärmeversorgung durch
Wind bzw. Sonnenkraft unterstützt werden.
Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen ...
Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen sollen
reduziert werden. Hochwertiges Trinkwasser ist auch in Mitteleuropa eine sich
verknappende Ressource. Daher wird das Regenwasser in Zisternen gesammelt und
dient für die WC- Spülung und der Gartenbewässerung. Weiters erfolgt die Klärung aller Abwässer durch eine
zentrale Schilfkläranlage.
Baustoff ...
Da sich der Holzbau immer mehr als qualitätsvolle
Alternative zu Massivbausystemen etabliert, werden sämtliche Gebäude in Holz
errichtet – ökologische Bauweise, regionale Kreislaufwirtschaft sowie
ökonomische Bauweise durch einen hohen Vorfertigungsgrad sei hier nur am Rande
erwähnt.
Umweltverträgliche Baustoffe ...
Es ist ein zentrales Ziel nachhaltigen Bauens,
umweltschädliche Abfälle zu vermeiden und Abfälle generell zu reduzieren, und
das über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes hinweg. Durch die
vergleichsweise hohe durchschnittliche Lebenserwartung von Bauwerken und
Bauteilen werden viele der heute verbauten Stoffe erst in 50 oder 100 Jahren
als Abrissmaterialien und potentieller Müll anfallen. Somit stellt das Gebäude
ein großes "Zwischenlager" dar. Es kann als wichtige Ressource für
zukünftige Baustoffe dienen. Die Gebäude werden recyclingfähig geplant, dadurch
werden Abfälle und weniger schädliche Materialien verwendet. Die Materialien können
daher vollständig in den Stoffkreislauf rückgeführt werden und als hochwertiges
Recyclingmaterial gewonnen werden kann. Der Rest wird einer energetischen
Verwertung zugeführt.
Bauteilaktivierung in den einzelnen Häusern ...
Thermisch aktivierte Bauteile wie zum Beispiel die Bodenplatte speichern
Energie und geben diese langsam an die Umgebung ab. Die Aktivierung übernimmt
die Sonne bzw. eine alternative Energiequelle. Im Winter speichern die Wände so
die Wärme und geben sie in der Nacht wieder an den Raum ab. Im Sommer kühlt die
Nacht die Wand ab. Und die kühle Wand während des Tages wiederum den Raum.
Innenraumhygiene ...
Eine gute Raumluftqualität wirkt sich positiv auf
das Befinden der zukünftigen Benützer der Gebäude aus. Deshalb werden
ausnahmslos geruchs- und emissionsarme Bauprodukte verwendet.
Qualitätssicherung der Bauausführung ...
Die in der Bauausführung erreichte Qualität wird
beschrieben, geprüft und nachgewiesen. Dadurch können Mängel und Risiken
ausgeschlossen werden, andererseits wird die erreichte Qualität gegenüber
Dritten signalisiert. Das Ergebnis ist ein "Gebäudehandbuch", das
wichtige Gebäudedaten dokumentiert, wie zum Beispiel die verwendeten und
eingebauten Materialien und Hilfsstoffe, und alle Sicherheitsdatenblätter
enthält. Eine genaue Dokumentation trägt dazu bei, kommende Prozesse im
Lebenszyklus zu vereinfachen. Durchgeführte Mess- und Analyseverfahren (u.a.
Messungen zur Feststellung der Luftdichtheit der Gebäudehülle) sollen das
Erreichen angestrebter Qualitäten bzw. Zielwerte kontrollieren und
dokumentieren.